Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Dass sie anders als die anderen ist, wusste sie schon immer. Anfangs waren es nur die Selbstzweifel und die irritierenden Gedanken, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Doch mit der Zeit wurde es immer deutlicher: Obwohl Steffi (Name geändert) mit einem Penis auf die Welt kam, ist sie eine Frau. Ein langer Weg auf der Suche nach der eigenen Identität – und der Erkenntnis, dass Geschlecht mehr ist als nur ein äußerliches Merkmal.

Transsexuelle Menschen definieren Geschlechtsidentität nicht zwangsläufig nur nach äußerlichen Merkmalen

Steffi, Sie sind eine Frau – aber als Mann auf die Welt gekommen?

Nein, ich war noch nie ein Mann.

Aber Sie wurden mit einem männlichen Geschlecht geboren?

Ich hatte einen Penis und leider auch funktionierende Hoden. Transsexuelle Frauen sind Frauen, deren Körper zu viel Testosteron produziert und das bereits in der 7. Schwangerschaftswoche. Dadurch werden fälschlicherweise Hoden statt Eierstöcke gebildet, die dann noch mehr Testosteron ausschütten und den Körper „vermännlichen“ lassen. Aber für mich sind das nur unbedeutende äußerliche Merkmale, die nicht direkt auf das Geschlecht schließen. Man kann sein ganzes Ich auf seinen Penis reduzieren, aber für mich gehört viel mehr dazu. Die Deutschen scheinen zu vergessen, dass Menschen nicht nur aus Genitalien bestehen, sondern auch ein Gehirn haben. (mehr …)

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Brigitte Obrist hatte Glück. Als sie sich für den Ausstieg aus der Prostitution entschied, hatte sie eine berufliche Perspektive. Doch gegen Vorurteile, eine Identitätskrise und Anfeindungen aufgrund ihrer Vergangenheit konnte auch Sie nichts tun.

Frau Obrist, lange Zeit haben Sie Ihren Beruf aus Angst vor Stigmatisierung verheimlicht. Dann haben Sie doch den Weg in die Öffentlichkeit gesucht. Wie kam es dazu? 

Brigitte Obrist heute

Brigitte Obrist heute

In den 90er Jahren kam das Thema Aids in den Medien auf. Die Schweizer Zeitung Beobachter wollte eine Prostituierte portraitieren und hat bei Xenia, einer Beratungsstelle für Prostituierte in Bern angefragt, bei der ich im Vorstand war. Ich war zu dem Zeitpunkt in einer Phase, in der ich mir die öffentliche Diskriminierung unseres Berufsstandes nicht länger gefallen lassen wollte. Also habe ich mich dazu bereit erklärt, das Interview mit dem Beobachter zu machen. Als sie sagten, sie würden den Namen  abändern und das Gesicht auf dem Foto nicht zeigen, wurde mir klar, dass ich nicht gegen Stigmatisierung kämpfen kann, wenn ich diese gleichzeitig unterstütze. Also habe ich gesagt, mit Namen und Gesicht – wenn schon, dann richtig. (mehr …)

Neuer, lesenswerter Tipp für alle, die zumindest schon einmal in Gedanken mit einem Ausstieg geliebäugelt haben.

In dem Buch mit dem Titel „Vom Aussteigen und Ankommen: Besuche bei Menschen, die ein einfaches Leben wagen“ begibt sich F.A.Z-Redakteur Jan Grossarth auf eine Reise von Vorpommern bis Norditalien und trifft dabei u.a auf einen Waldmenschen, einen Jesuiten und ein Paar, das sich einem Tauschring angeschlossen hat und auf Geld verzichtet.

Neugierig geworden? Vielleicht findet ja der ein oder andere ein geeignetes Ausstiegskonzept für sich selbst… Mehr zum Autor und seinen Erkenntnissen aus der dreimonatigen Reise könnt ihr in einem Interview nachlesen, das der 30-Jährige mit der Gesellschaft „Freunde der Künste“ geführt hat.

Viel Spaß damit!

Im kommenden Jahr können sich Hippie Fans auf den Film „Wanderlust“ freuen. Wer bei dem Titel an Omas verstaubte Videokassette vom Wanderurlaub 1972 im Schwarzwald denkt, der liegt falsch. In dem Film mit den Hollywoodgrößen Jennifer Aniston und Paul Rudd geht es um ein stressgeplagtes Ehepaar, das das hektische New York verlässt und zufällig in einer durchgeknallten Hippie-Kommune landet. Freie Liebe, Nudisten und die ein oder andere „Zigarette“ inklusive.

Was haltet ihr vom Trailer? Sehenswerte Komödie oder der Versuch, krampfhaft lustig zu sein?

Sigfried G. hat seine florierende GmbH in Deutschland geopfert, sein Haus, was er über viele Jahre aufwändig renoviert hatte, verkauft und ist in ein Land gezogen, in dem der Lebenstraum nicht weniger Menschen ist, in Westeuropa zu arbeiten und zu leben. In dem Gespräch schildert der 50-Jährige seine Beweggründe für den Umzug in die Ukraine, nennt Vor- und Nachteile für ein Leben in der ehemaligen Sowjetunion und beschreibt, wie es sich anfühlt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Luxus in Deutschland...

Gülich’s Bad in Deutschland – Luxus pur…

Im Jahr 2004 haben Sie sich dazu entschieden, Ihr Heimatland Deutschland zu verlassen und gemeinsam mit Ihrer Frau in die Ukraine auszuwandern. Wie sah Ihr Leben in Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt aus?

Ich hatte eine eigene kleine GmbH mit sieben Mitarbeitern. Wir haben Software für Steuerungsunterlagen entworfen, die im industriellen Produktionsumfeld eingesetzt werden. Die Leidenschaft für das Programmieren hatte ich schon als Jugendlicher. Mit 17 habe ich meine Nächte nicht in der Disko, sondern vor dem Computer verbracht. Und finanziell hat sich das Ganze auch ausgezahlt. Ich hatte ein Haus und eine Wohnung. Materiell gesehen fehlte es mir an nichts – mein Bad war 38 qm groß, mit Jaccuzzi ausgestattet und allem, was man sich so wünscht. (mehr …)

Der 21-jährige „Stefan“ (Name abgeändert) weiß, was es bedeutet, auszusteigen. Jahrelang bestimmten rechtsextreme Gedanken sein Leben – mit Kameraden traf er sich, um gegen Schwule, Ausländer und Andersdenkende zu hetzen. Doch dann erreichte auch er den „Ausstiegspunkt“. Die „Hessenschau“ zeigt die Geschichte des jungen Mannes.

Christoph Pokrandt hatte das, wovon viele Menschen träumen: Einen festen Job und ein gutes Gehalt. Das hat dem ehemaligen Ingenieur aber nicht gereicht. Er kündigte seinen Job bei Siemens, gab seine Wohnung auf und setzte sich in ein Flugzeug nach Südamerika. Lesenswerte Geschichte auf Spiegel Online! Ähnliches demnächst auf diesem Blog zu lesen.